Ein weiterer Suspense-Thriller lässt momentan die Kinokassen klingen. Der Film „The Girl on the train“ basiert auf einem Roman aus dem Jahre 2015, welcher die Welt in seinen Bann gezogen hat. Nun versucht Tate Taylor den Roman filmisch umzusetzen.

 

Zusammenfassung

Rachel Watson (Emily Blunt) ist nach ihrer Scheidung am Boden zerstört, ausserdem ist sie der Alkoholsucht verfallen. Nur die tägliche Zugfahrt nach New York lässt sie den Alltag vergessen, jedoch fantasiert Rachel über ein Paar, dass in einem Haus unweit der Zugstrecke lebt. Nicht weit davon entfernt steht auch das Haus ihres Ex-Mannes, gespielt von Justin Theroux, und dessen neuen Ehefrau. Jeden Tag aufs Neue beobachtet Rachel das Paar, Megan und Scott Hipwell, welches mal liebevoll vor einem Feuer kuschelt oder mal den Sonnenaufgang auf dem Balkon geniesst. Sie wünscht sich zurück in ihre Ehe, auch wenn diese nicht immer glückliche Zeiten sah.

Eines Tages wird Rachel jedoch Zeuge eines Geschehnisses, welches sie in enorme Rage bringt. Hier stoppt die Geschichte, denn wie auch Rachel wissen die Zuschauer nicht was genau passiert ist. Die Hauptdarstellerin versucht nun krampfhaft zu verstehen was in dieser grauenvollen Nacht passiert ist. Lediglich zerrissene Kleider, Blut und Schmerzen am ganzen Körper lassen Rachel erahnen, dass etwas Unheilvolles passiert sein muss.

 

 

Rezension

Emily Blunt liefert eine unglaublich solide Performance ab, denn man spürt die Verzweiflung, Wut oder auch Trauer mit jeder gespielten Sequenz. Mir persönlich hat in diesem Streifen Justin Theroux sehr gut gefallen. Sein schauspielerisches Talent hat er schon in mehreren Filmen, welche immer mal wieder andere Rollen von ihm abverlangten, unter Beweis gestellt. Jedoch zeigt er in diesem Film, dass er ernsthaftere Rollen enorm gut spielen kann. Und nebenbei, ja die noch etwas unbekanntere Schauspielerin Haley Bennett gleicht Jennifer Lawrence sehr.

Der Film macht seinem Namen alle Ehre, denn wer einen Actionthriller erwartet ist definitiv am falschen Ort. Des Weitern würde ich Zartbesaiteten den Film nicht empfehlen, denn Sex, Blut und Gewalt werden ungeschnitten gezeigt. Die Geschichte wird langsam aber bedacht erzählt und Details sind wohl überlegt platziert. Eine düstere Atmosphäre macht das Ganze zu einem noch besseren Film. Der Film erinnerte mich mehrere Male an „Gone Girl“, denn die beiden haben vieles gemeinsam. Beide erzählen eine düstere und vielleicht auch diffuse Geschichte, die einem am Ende mit Fragen im Kopf aus dem Kino laufen lässt.

Im Grossen und Ganzen ein sehr gelungener Streifen mit guter schauspielerischer Leistung.


xxx Gastbeitrag xxx

Dies ist ein Gastbeitrag von Simon Renevey. Simon beschäftigen Filme und Serien schon seit klein auf. Er analysiert diese gerne und ist deshalb in seinem Freundeskreis als Filmenthusiast bekannt. Eine weitere Passion für Ihn ist das Reisen, denn er lebt nach dem Motto: “Adventure Awaits”.

 

 

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